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Ausstellungen

from zero to her:o

Im Ausstellungsraum der ZERO foundation erkunden Studierende und Absovent:innen der Kunstakademie Düsseldorf zusammen mit dem MIT Museum Studios und der Compton Gallery die Schnittstellen zwischen Kunst und Wissenschaft. Inspiriert durch die Kunst der ZERO-Gruppe befassen sich die Künstler:innen mit dem alltäglichen Gebrauch von innovativer Technologie respektive Wissenschaft und ergründen zudem die Auswirkungen dieser Innovationen auf die Umwelt und auf den Menschen und vor allem auf die zeitgenössischen Künstler:innen.

Wie auch schon die ZERO-Künstler Heinz Mack, Otto Piene und Günther Uecker befassen sich die sechs Studierenden und Absovent:innen der Kunstakademie Düsseldorf mit den Schnittstellen zwischen Kunst und Forschung. Den Anfang macht der Künstler Christoph Thormann mit Werken, die von der Kunst von Otto Piene und Heinz Mack beeinflusst sind. Zu sehen ist unter anderem eine Rundumleuchte eines Müllwagens in einer von einem 3D-Drucker kreierten Skulptur. Den Mechanismus der Rundumleuchte macht sich der Künstler zu eigen, um so eine Lichtinstallation frei nach dem ZERO-Künstler Otto Piene zu ermöglichen. Durch den Drehprozess der Leuchte und den kleinen Öffnungen in der Rundplastik entstehen rasterartige Lichter auf den Raumflächen des Ausstellungsraumes. Die Kunst von Christoph Thormann fokussiert zum einen Licht und Bewegung und zum anderen computergeneriete Motive sowie Objekte in der zeitgenössischen Kunst.

Die Künstlerin Yunju Lee stellt in der Ausstellung eine Videoarbeit in einem kleinen Schaukasten aus, die sich mit Beobachtungen auf mikroskopischer Ebene auseinandersetzt. Sie konzentriert sich in ihrer Videoarbeit auf Flächenbrechung von reflektierenden Oberflächen und das dadurch entstehende Aufeinanderprallen von den gebrochenen Linien, Farben und Formen. Innerhalb des Schaukastens wird so ein unendlich neuer Raum mit Lichtvibrationen entwickelt. Durch die Dekonstruktion und erneute Konstruktion von Farben, Formen und Linien erhalten die Betrachter:innen die Möglichkeit, in einen neuen beweglichen Raum einzutauchen.

Einen Blick in die Gegenwart und in die Vergangenheit liefert die Künstlerin Margareta Bartelmess. 1500 alte Dia-Landschaftsansichten ihres Großvaters werden mit Hilfe eines Diaprojektors, einem Spiegel und eines ringförmigen Diamagazins durch Bewegung an die Wand projiziert. Die Bewegung für diese Installation wird durch den Diaprojektor herbeigeführt, der das Magazin langsam rotieren lässt. Durch den Spiegel wird das vom Diaprojektor entstehende Bild umgelenkt, gebrochen und auf die Wand gestrahlt. Margareta Bartelmess vereint die alte Tradition der Bildwiedergabe mit einer neuen Technologie, sodass Alt und Neu in einem Dialog zueinander stehen.

Der gemeinsame Beitrag der Künstler Till Bödeker und Johannes Raimann ist eine Aufnahme ihrer Performance mit einem Segelschiff auf dem Rhein. Auf dem Segeltuch des Schiffs ist ein schwarzes Loch projiziert. Das schwarze Loch steht ganz im Zeichen der Errungenschaften der Wissenschaft. Ein schwarzes Loch verschlingt Licht, Raum und Zeit und ist zudem eine Referenz zu den Künstlern Anatol Herzfeld, Andreas Gursky und zu den ZERO-Künstlern. Die Künstler verbinden die Kunst geschickt mit der Wissenschaft. Zudem wird die Aufnahme als Loop präsentiert, sodass ein Anfang und ein Ende der Schifffahrt nicht auszumachen ist. Wie auch bei dem schwarzen Loch gibt es kein Anfang und kein Ende.

Die Performance des Künstlers Sean Mullan befasst sich mit der Technologie der Chatbots. Sean Mullan nutzt die Treppenhäuser der ZERO foundation für ein Gespräch zwischen zwei Chatbots. Hierfür lesen freiwillige Besucher:innen der Eröffnung die von den Chatbots generierten Gespräche, um so die Grenze zwischen menschlichem Charakter und technischem Lernen aufzuheben.

In der Ausstellung der ZERO foundation befassen sich die Künstler:innen mit der Bedeutung der ZERO-Künstler auf die eigene zeitgenössische Kunst. Und wie die ZERO-Gruppe und die Errungenschaften der heutigen Technologie ihre Werke beeinflusst haben.

Unter Besprechung findet ihr Ausstellungsrezensionen aller Art – sei es die Blockbuster-Ausstellung in der großen Institution, oder die im kleinen Offspace, der junge Positionen zeigen und fördern möchte. Lokale und umliegende Ausstellungen in Düsseldorf und im Rheinland werden hier gesammelt und machen Lust auf einen Besuch der hier besprochenen Shows.

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